Einweisung und Testaufbau des mobilen Hochwasserschutzsystems

Als Reaktion auf das Hochwasser im Juni 2024 hat die Stadt Donauwörth einen mobilen Hochwasserschutz beschafft.  Dieser gehört ab sofort zur Ausrüstung der Feuerwehr Nordheim. Um im Einsatzfall eine sichere Handhabung zu gewährleisten, wurde das System theoretisch und praktisch beübt.

21.01.2026
Nachrichten

Die Einweisung wurde von Mario Aumann, einem Vertriebsmitarbeiter des Lieferanten Raschel Feuerschutz GmbH durchgeführt. Er stellte das System detailliert vor und ging dabei sowohl auf die technischen Grundlagen als auch auf einsatztaktische Aspekte ein.

Neben der Feuerwehr Nordheim nahmen auch mehrere Kameraden der Feuerwehr Donauwörth an der Einweisung und Übung teil, darunter die Führungskräfte Alexander Zobel (SBI) und Thomas Stecker (SBM).

Vorteile des mobilen Hochwasserschutzsystems

Bei diesem System handelt es sich um ein freistehendes, mobiles Hochwasserschutzsystem aus dem Kunststoff Polypropylen. Es ist für den Einsatz in ebenem Gelände konzipiert und kommt vollständig ohne Werkzeug, Zubehör oder zusätzliche Verankerung aus. Damit stellt es eine moderne Alternative zum klassischen Sandsackverbau dar.

Ein einzelnes Element mit einer Stauhöhe von bis zu einem Meter ersetzt dabei rund 140 Sandsäcke. Das System ist robust und für den umweltfreundlichen, flexiblen Mehrfacheinsatz konzipiert. Besonders vorteilhaft sind die kurzen Rüstzeiten bei geringer Personalstärke. So sind bis zu 200 Meter pro Stunde mit einer Personalstärke von lediglich zwei Einsatzkräften möglich.

Das geplante Haupteinsatzgebiet befindet sich rund um das Feuerwehrgerätehaus in Nordheim. Im Juni 2024 wurde hier unter massivem Einsatz von Material und Personal ein Schutzwall aus Sandsäcken errichtet, um größeren Schaden durch das Hochwasser zu verhindern (wir berichteten). Mögliche weitere Einsatzbereiche sind der Schutz vor übertretenden Bächen und Flüssen bei Starkregenereignissen, das Rückhalten von kontaminiertem Löschwasser sowie die Eindämmung der Ausbreitung von umweltschädlichen Flüssigkeiten bei Leckagen in Rohrleitungssystemen im gesamten Stadtgebiet.

Praktischer Testaufbau

Nach einer ausführlichen theoretischen Unterweisung folgte der praktische Übungsteil. Dabei wurde das System an der vorgesehenen Stelle Schritt für Schritt aufgebaut und ausgerichtet. Das System erwies sich als intuitiv bedienbar, sodass der Aufbau zügig voranschritt. Die Anwesenden konnten sich selbst von der Stabilität überzeugen.

Ein weiterer wichtiger Schritt im Hochwasserschutz

Das mobile Hochwasserschutzsystem ist eine wichtige Ergänzung zur bestehenden Hochwasserschutzausrüstung. Es ermöglicht ein schnelles und effektives Reagieren bei Hochwasser- und Starkregenlagen und erweitert somit die Möglichkeiten unserer Wehr im Bevölkerungsschutz.