Freiwillige Feuerwehr Nordheim e.V.

Gründungsgeschichte

page

Am 1. Juni 1879 wurde die Feuerwehr Nordheim gegründet.
42 männliche Bürger mit einer Auflage von 20 Pfennig Beitrag im Monat wurden in das Stammbuch eingetragen, womit die Gründung perfekt war und ein emsiges Üben und Exerzieren beginnen konnte.
Bereits am 10.Juli 1879 wurde eine Inspektion in Asbach durchgestanden, wobei Herr Bezirksamtmann Hochkirch und Bezirksvertreter Johann Droßbach über die Leistungen ein „sehr zufrieden stellend ausgeführt“ als Werturteil abgaben.
Viele Ehren-Diplome, so führt es die Chronik aus, wurden in den späteren Jahren von den Mitgliedern der Feuerwehr aus Nordheim errungen.

In den Gründungsjahren diente eine alte Druckspritze, 26m Hanfschläuche mit Normalgewinde, eine Anstellleiter mit Stützstangen, ein Steigerwagen, eine Branddirektionsfahne mit Laterne als Befehlsstandmarkierung, ein Einreißhaken, eine Sanitätstasche mit Einrichtung und 2 Signalhörner als Ausrüstung.
Messinghelme, Gurte, Beile und Schlaufenringe waren die Anschaffungen der folgenden Jahre, wozu auch vom Distrikt Donauwörth eine finanzielle Zuwendung gewährt wurde.

Es waren damals noch bescheidene Mittel. Man kann jedoch daraus schließen, dass auch in früherer Zeit durch Zuschüsse die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren, den damaligen Verhältnissen entsprechend, unterstützt wurde.
Am 1.April 1891 wurde eine Saug- und Druckspritze von der Gemeinde beschafft.
Am 23.September 1883 eine Feuerwehrfahne geweiht wurde, die von Jungfrauen und Bürgern des Ortes gestiftet wurde.
Das 25jährige Gründungsfest wurde am 17. Juli 1905 in feierlicher Weise begangen.

Der Ausbruch des ersten Weltkrieges 1914 bis 1918 rief 54 Feuerwehrmitglieder zu den Waffen. Viele der Kameraden wurden verwundet, 9 Mitglieder sind gefallen. Nach dem Ende des Krieges kam die Inflation, sodass der Schriftführer vermerkte, dass durch die Umstellung von einer Billionen Papiergeld zu einer Rentenmark kein Geld mehr in der Kasse verblieb.
Sechs Mal kam das Hochwasser in den Jahren 1924 bis 1928. 1926war der Damm der Donau gebrochen. Der Chronist berichtet, dass die Folgen des Hochwassers überall zu spüren waren. Das Hochwasser verursachte beim Rindvieh eine Leberegelerkrankung. Dazu kam noch eine schlimme Maul- und Klauenseuche in den Ställen.
Der Winter 1928/29 brachte eine Kältewelle von unter Minus 30 Grad und im gleichen Jahr folgte am 4.Juli 1929 ein schweres Gewitter mit Hagelschlag, der die gesamte Ernte vernichtete.

1931  1954

Kaum hatten sich die Zeiten etwas gebessert, begann 1939 der zweite Weltkrieg. Durch die Einberufung aller Männer im wehrfähigen Alter übernahmen 15 junge Frauen und Mädchen, sowie die männliche Jugend ab 14 Jahren den Brandschutz in der Gemeinde bis Kriegsende.
Schlimme Folgen zeichneten sich ab, nachdem ganze Städte und Dörfer in Schutt und Asche versanken. Die gesamte Wehr war zur Hilfe aufgeboten, als am 19. März 1945 Asbach – Bäumenheim und am 11. und 19. April Donauwörth zerstört wurde. Viele der Feuerwehrkameraden kamen erst spät aus der Kriegsgefangenschaft zurück. 36 Wehrmänner sind im zweiten Weltkrieg gefallen, 18 mussten als vermisst in die Gedenkstätte eingemeißelt werden. Wie notwendig der Brandschutz war, erkannte auch die amerikanische Besatzung in Bayern. Denn schon am 17. Mai 1946 wurde das noch heute gültige Feuerlöschgesetz erlassen. Als nach dem Krieg jede Uniform und jedes Exerzieren verpönt war, bedurfte es großer Geschicklichkeit, wieder eine Feuerwehr aufzubauen und ihrem ursprünglichen Zweck zuzuführen.

Dem damaligen 1. Kommandanten Georg Wagner und seinem Stellvertreter Josef Gatterer gelang es, in der schwierigen Zeit durch kameradschaftliche Zusammenarbeit wieder eine starke, schlagkräftige Feuerwehr auf die Beine zu stellen.
Das 75jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe fand am Pfingstmontag, den 7. Juni 1954 statt, wobei allerdings die Festtagsstimmung mehrmals durch nasse Regenschauer getrübt wurde.
Durch die Einführung der Leistungsprüfung, deren Grundlage es ist, eine Vervollständigung der Geräte und eine gründliche Ausbildung jedes einzelnen Teilnehmers zu erlangen, ist Nordheim im alten Landkreis Donauwörth in den Mittelpunkt gerückt. Kreisbrandmeister Ludwig Burlefinger verstand es vortrefflich, als Ausbilder und Schiedsrichter nicht nur die eigene Wehr, sondern darüber hinaus andere Feuerwehren und ihre Kommandanten zu den Leistungsprüfungen auszubilden. Dabei wurde ein hoher Ausbildungs- und Ausrüstungsstand erreicht.

1954umzug  1979

Die Nordheimer Feuerwehrmänner erreichten als erste im Landkreis alle Stufen der Leistungsprüfung und in Schwaben als erste die höchsten Stufen II und III/5.
Durch den Umbau des Feuerwehrgerätehauses, den Kommandant Josef Rammer mit seinen Feuerwehrleuten kostenlos und unentgeltlich ausführte, konnte eine optimale Ausnützung des vorhandenen Raumes geschaffen werden, sodass ein Löschfahrzeug LF 8 stationiert werden konnte.

Bei 18 Bränden und verschiedenen Hilfsleistungen innerhalb des Ortsbereiches bewährten sich die Feuerwehrmänner. In mehr als 100 Fällen leisteten sie darüber hinaus kostenlos überörtliche Hilfe.
Bei diesem Rückblick auf die 100jährige Geschichte dürfen wir mit Zuversicht in die Zukunft blicken. Die Notwendigkeit der Brandschutzes einerseits und der Zustrom der Jugend zur Feuerwehr andererseits garantieren den Fortbestand der Nordheimer Feuerwehr auch im großen Gefüge der Stadt Donauwörth.


Neueste Beiträge
Wichtige Telefonnummern
Feuerwehr / Notarzt:
112
Polizei
110
Kassenärztlicher Notdienst:
01805 - 19 12 12
Giftnotruf - München:
089 - 19 240
Kindergiftnotruf - Freiburg:
0761 - 19 240
Erdgas Störungsdienst:
0800 - 1 82 83 84
LEW - Störungsdienst:
0906 - 78 08 322
Wasserwerk Donauwörth:
0906 - 78 95 20
Donau-Ries Klinik:
0906 - 78 20
Telefonseelsorge:
0800 - 111 01 11